Das Zündholzmuseum

in Jönköping, Schweden,
das einzige Museum seiner Art.

Es zeigt den Werdegang der Zündholzherstellung ab 1848, als diese Fabrik von den Gebrüdern Lundström gegründet wurde.

Viele Jahre hindurch litten die Angestellten dieses Industriezweiges an einer schlimmen Krankheit, der Phosphornekrose. Sie hatten als wichtigsten Arbeitsschritt die gebündelten Streichhölzchen in flüssigen Phosphor zu tauchen und atmeten dabei die giftigen Dämpfe ein. Schleichende Schmerzen und Entzündungen der Kieferknochen bis hin zu Kieferbeinbrüchen und Befall der inneren Organe war die Folge.

Sogar bis 1920 wurden trotz des seit 1901 bestehenden Verkaufverbots von Phosphorzündhölzern die Produktion weiter geführt. Erst danach wurde umgestellt auf schadstoffarme Hölzer.

Schon damals wurde von Arbeitgeberseite an eine enge Bindung der Arbeiter an die Fabrik gedacht:
Weniger Lohn, dafür aber Wohnung und Essen frei. Wer kündigte oder entlassen wurde, verlor somit auch seine Wohnung und musste seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten. Mit dieser Methode wurden damals ganze Sippschaften an die Fabrik gebunden.

Bild 404 bis 410 zeigt die allerersten Produktionsschritte, bei denen die einzige Maschinenhilfe auf Bild 405 zu sehen ist, diese Maschine schnitt schmale Brettchen, aus denen dann mühsam mit dem Hobel die einzelnen Hölzchen herausgehobelt wurden.

Auf Bild 409 ist das berüchtigte Phosphortauchbad zu sehen, das die Nekrose hervorrief. Ein unscheinbares Schälchen, das doch so viel Leid über die kleinen Angestellten brachte, die Herren Geldgeber aber reich und berühmt machte.

Bild 412 bis 421 zeigt die immer moderner und effezienter werdenden Maschinen, die die Handarbeit schliesslich ganz übernahmen und endlich dem Phosphortauchvorgang ein Ende bereiteten.

Ab Bild 422 könnt ihr die mannigfaltigen Desingns der Schächtelchen oder sonstigen Behältnisse und so manch hübsches altes Blechschild sehen.

Wer nach Schweden in das schöne Städtchen Jönköping kommen sollte, der sollte sich einen Besuch im Zündholzmuseum nicht entgehen lassen. Viel Schönes, Informatives aber eben auch die Kehrseite davon lässt sich dort gut erfahren, von ein paar einzigartigen Mitbringseln, die sicher sonst nur eher selten aus einem Urlaub mitgebracht werden, ganz zu schweigen.

Die Adresse:

Tändsticksmuseet
Tändsticksgränd 27

S-553 15 Jönköping


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